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Heroes 3

30. August 2026

Heroes III Remake: Ubisoft bringt den Strategie-Klassiker zurück

Fast drei Jahrzehnte nach der Veröffentlichung von Heroes of Might and Magic III kehrt der Strategiespiel-Klassiker in vollständig überarbeiteter Form zurück. Ubisoft hat das Remake im Rahmen der Gamescom 2026 offiziell angekündigt und dabei deutlich gemacht, dass nicht nur die Grafik modernisiert werden soll. Das Spiel übernimmt die Inhalte des Originals einschließlich der beiden Erweiterungen, ergänzt sie aber um zahlreiche Komfortfunktionen, ein überarbeitetes Mehrspieler-Erlebnis und moderne Werkzeuge für Community-Inhalte. Die Veröffentlichung ist für 2027 auf PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S geplant.

Die wichtigste Information vorweg: Heroes of Might and Magic III Remake ist keine einfache Neuauflage mit höherer Auflösung. Ubisoft baut das Spiel technisch und grafisch von Grund auf neu auf. Als technische Basis kommt die Snowdrop Engine zum Einsatz. Aus der ursprünglichen festen 2D-isometrischen Darstellung wird eine vollständig dreidimensionale Spielwelt mit frei steuerbarer Kamera.

Damit verändert sich der visuelle Eindruck erheblich. Ubisoft verspricht 4K-Darstellung, dynamische Beleuchtung, Echtzeit-Wetter und wechselnde Jahreszeiten. Karten, Städte und Schlachtfelder werden vollständig neu erstellt. Gleichzeitig soll die künstlerische Identität des Originals erhalten bleiben. Genau diese Balance zwischen Modernisierung und Bewahrung des klassischen Spielerlebnisses gehört zu den zentralen Zielen des Projekts.

Die Ankündigung erfolgte am 25. August 2026 während der Opening Night Live der Gamescom. Bereits einen Tag später veröffentlichte Ubisoft zusätzlich eine ausführliche Gameplay-Präsentation, die einen deutlich besseren Eindruck davon vermittelt, wie sich das Remake tatsächlich spielt. Inhaltlich geht Ubisoft einen für Fans wichtigen Schritt. Das Remake enthält nicht nur die ursprüngliche Kampagne The Restoration of Erathia, sondern auch die beiden Erweiterungen Armageddon's Blade und The Shadow of Death. Damit sollen alle wesentlichen Inhalte des klassischen Spiels bereits zum Start Bestandteil des Remakes sein.

Enthalten sind außerdem sämtliche neun klassischen Fraktionen: Dungeon, Fortress, Stronghold, Necropolis, Inferno, Castle, Tower, Rampart und Conflux. Auch die bekannten Helden, Kreaturen, Städte und das etablierte Spielsystem bleiben erhalten. Die ursprünglichen Kampagnen werden allerdings nicht mehr einfach isoliert nebeneinander präsentiert. Ubisoft verbindet die Geschichte zu einer zusammenhängenden Erfahrung. Hinzu kommen eine neue Prolog-Kampagne, die den Einstieg erleichtern soll, sowie neu produzierte Zwischensequenzen. Auf diese Weise soll die Geschichte auch für Spieler verständlicher werden, die Heroes of Might and Magic III bisher nicht kennen. Bei der eigentlichen Spielmechanik verfolgt Ubisoft eine ausgesprochen vorsichtige Strategie. Das Entwicklerteam betont ausdrücklich, dass das Remake das Spiel nicht neu erfinden soll. Die drei zentralen Säulen des Originals bleiben erhalten: die Erkundung der Abenteuerkarte, das taktische Gefecht und die Verwaltung der Städte. Auf der Abenteuerkarte bewegen Spieler ihre Helden durch die Fantasy-Welt, sammeln Ressourcen und Artefakte, entdecken neue Gebiete, übernehmen Gebäude und treffen auf neutrale Kreaturen oder gegnerische Armeen. Gleichzeitig müssen Städte ausgebaut, neue Gebäude errichtet, Truppen rekrutiert und die wirtschaftlichen Voraussetzungen für die Expansion geschaffen werden.

Der RPG-Anteil bleibt ebenfalls ein wesentlicher Bestandteil. Helden entwickeln sich während einer Partie weiter und erhalten neue Fähigkeiten, Zauber und Verbesserungen. Damit entsteht weiterhin die für Heroes III typische Verbindung aus langfristiger strategischer Planung und individueller Entwicklung einzelner Helden. Auch die taktischen Schlachten bleiben dem bekannten Grundprinzip treu. Die Armeen treffen auf einem Rasterfeld aufeinander und kämpfen rundenbasiert. Positionierung, Einheitenfähigkeiten, Zauber, Moral und die Zusammensetzung der Armee entscheiden über den Ausgang eines Gefechts. Ubisoft will ausdrücklich die Balance und das Tempo des Originals bewahren, statt die Kämpfe mit zusätzlichen Mechaniken grundlegend umzubauen.

Die größten Veränderungen beim Gameplay liegen deshalb nicht in neuen Spielregeln, sondern in der Benutzerfreundlichkeit. Moderne Informationsanzeigen sollen wichtige Zusammenhänge schneller verständlich machen. Überarbeitete Steuerung und zusätzliche Planungshilfen sollen außerdem dafür sorgen, dass Spieler weniger Zeit mit unnötigen Bedienungsschritten verbringen. Gerade für Neueinsteiger ist das relevant. Das ursprüngliche Heroes III besitzt eine enorme strategische Tiefe, erklärt seine Systeme aus heutiger Sicht aber teilweise nur unzureichend. Das Remake versucht deshalb, Informationen stärker in den Spielfluss zu integrieren. Auch im Kampf wurden entsprechende Komfortfunktionen sichtbar. Erste Gameplay-Eindrücke zeigen unter anderem modernisierte Informationsdarstellungen und flüssigere Bedienung. Die Entwickler wollen damit nicht die strategischen Entscheidungen vereinfachen, sondern die Bedienung vereinfachen, die zwischen diesen Entscheidungen liegt. Ein weiterer wichtiger Punkt: Einige dieser Komfortfunktionen sollen optional sein. Damit können erfahrene Spieler näher am ursprünglichen Spielgefühl bleiben, während neue Spieler stärker von den modernen Hilfen profitieren können.

Die wichtigsten bislang bestätigten Neuerungen

  • vollständig neu erstellte 3D-Spielwelt
  • Snowdrop Engine als technische Grundlage
  • 4K-Grafik
  • freie Kamerasteuerung
  • dynamische Beleuchtung
  • Echtzeit-Wetter
  • wechselnde Jahreszeiten
  • modernisierte Benutzeroberfläche
  • verbesserte Informationsdarstellung
  • flüssigere Steuerung
  • zusätzliche Planungs- und Entscheidungshilfen
  • vollständiger Inhalt von The Restoration of Erathia
  • Armageddon's Blade und The Shadow of Death enthalten
  • neue Prolog-Kampagne
  • zusammenhängende Kampagnenstruktur
  • neue vollständig produzierte Zwischensequenzen
  • Random Map Generator
  • Hot-Seat-Modus
  • Online-Multiplayer für bis zu acht Spieler
  • verbessertes Matchmaking
  • gleichzeitige Spielzüge im Mehrspieler-Modus
  • Unterstützung für tausende bestehende Community-Karten und Kampagnen
  • überarbeiteter Karteneditor
  • Import und Konvertierung von Karten aus dem ursprünglichen Spiel
  • integrierte Plattform für User Generated Content

Besonders interessant dürfte die Überarbeitung des Mehrspielers werden. Heroes of Might and Magic III Remake unterstützt online bis zu acht Spieler. Neben einem verbesserten Matchmaking führt Ubisoft ein System für gleichzeitige Spielzüge ein. Das ist mehr als eine technische Kleinigkeit. Im klassischen Heroes III musste jeder Spieler seine Runde grundsätzlich vollständig beenden, bevor der nächste Spieler an der Reihe war. Bei mehreren Teilnehmern konnte dadurch erhebliche Wartezeit entstehen. Das neue System soll die Mehrspieler-Partien deutlich dynamischer machen, ohne den rundenbasierten Charakter des Spiels aufzugeben. Gleichzeitig bleibt der klassische Hot-Seat-Modus erhalten. Mehrere Spieler können damit weiterhin an einem Gerät gegeneinander antreten. Auch der Random Map Generator gehört weiterhin zum Umfang und sorgt dafür, dass das Spiel nicht ausschließlich von seinen Kampagnen lebt.

Eine der möglicherweise wichtigsten Neuerungen betrifft allerdings nicht die Grafik und auch nicht den Multiplayer. Heroes III besitzt seit Jahrzehnten eine außergewöhnlich aktive Modding- und Karten-Community. Ubisoft will dieses Erbe ausdrücklich bewahren. Das Remake soll mit tausenden Karten und Kampagnen kompatibel bleiben, die in den vergangenen 25 Jahren von Spielern erstellt wurden. Der neue Karteneditor soll sogar die Möglichkeit bieten, Karten des ursprünglichen Spiels zu importieren und für das Remake zu konvertieren. Darüber hinaus integriert Ubisoft eine eigene UGC-Plattform direkt in das Spiel. Spieler sollen dort Community-Inhalte hochladen, suchen, herunterladen und teilen können. Der neue Editor soll außerdem Werkzeuge für die Erstellung eigener Karten, Szenarien und Modifikationen bereitstellen. Damit könnte das Remake langfristig erheblich mehr sein als eine modernisierte Kampagne. Die Community-Inhalte haben bereits beim Original dafür gesorgt, dass Heroes III über Jahrzehnte relevant blieb. Wenn die angekündigte technische Integration tatsächlich so funktioniert wie geplant, könnte das Remake diese enorme Content-Basis auf eine moderne Plattform übertragen.

Neben Grafik und Bedienung überarbeitet Ubisoft auch die akustische Seite. Das Remake erhält ein modernes Audiosystem mit Sprachausgabe, mehrschichtigen Musikstücken und atmosphärischen Soundeffekten. Zusätzlich sollen neue akustische Signale bestimmte Spielereignisse wie Kämpfe, Zauber oder Veränderungen der Moral hervorheben. Auch hier verfolgt das Studio einen ähnlichen Ansatz wie bei der Grafik: Das bekannte Spielgefühl soll erhalten bleiben, während die technische Umsetzung zeitgemäßen Standards entspricht.

Heroes of Might and Magic III Remake soll 2027 für PlayStation 5, Xbox Series X|S und PC erscheinen. Auf dem PC wird das Spiel über Ubisoft Connect, Steam und den Epic Games Store angeboten. Auch Ubisoft+ wird unterstützt. Ein konkretes Veröffentlichungsdatum hat Ubisoft bislang nicht genannt. Auch zu Preis, Editionen und möglichen zusätzlichen Inhalten nach dem Start liegen derzeit keine gesicherten vollständigen Informationen vor. Entsprechend sollte man entsprechende Angaben aus Händlerlisten oder Spekulationen derzeit mit Vorsicht betrachten. Interessant ist die Entscheidung von Ubisoft, gleichzeitig das ursprüngliche Heroes of Might and Magic III Complete erstmals auf Steam zu veröffentlichen. Die Version enthält neben dem Hauptspiel auch Armageddon's Blade und The Shadow of Death. Damit positioniert Ubisoft das Remake ausdrücklich nicht als Ersatz für das Original. Fans können weiterhin die klassische Version spielen, während das Remake eine modernisierte Alternative für neue und alte Spieler bietet.

Die bisher bekannten Informationen zeichnen ein bemerkenswert klares Bild. Heroes of Might and Magic III Remake soll die grundlegende Spielmechanik des Originals weitgehend bewahren und gleichzeitig genau jene Bereiche modernisieren, die nach fast 30 Jahren technisch überholt sind. Die größte Veränderung ist zweifellos die vollständig neue 3D-Darstellung. Strategisch bleibt dagegen vieles beim Alten: Erkundung, Städtebau, Ressourcenmanagement, Heldenentwicklung und taktische Schlachten bilden weiterhin das Fundament. Verbesserungen bei Benutzeroberfläche, Steuerung und Planung sollen das Spiel zugänglicher machen, ohne die strategische Tiefe zu reduzieren. Besonders vielversprechend ist die Kombination aus vollständigem Originalumfang, modernisiertem Multiplayer und konsequenter Unterstützung der Community. Ob Ubisoft damit tatsächlich den schwierigen Spagat zwischen Nostalgie und Modernisierung schafft, wird sich allerdings erst mit der fertigen Version zeigen. Nach den derzeit verfügbaren Informationen verfolgt das Unternehmen zumindest einen Ansatz, der sowohl langjährige Fans als auch eine neue Generation von Strategen ansprechen könnte.

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